Die neuen Kreativen im Lauenburger Künstlerhaus

Die Jury hat entschieden und aus 256 Bewerbungen ausgewählt: Nun stehen die fünf Gewinner fest. Alle Infos zum Verfahren.

Beegedorfer Zeitung 04.02.2020, 05:45 Lauenburg

 

Bei der Vergabe der Stipendien 2020 für das Künstlerhaus standen die Juroren vor keiner leichten Aufgabe: 256 Bewerbungen in den Bereichen zeitgenössische bildende Kunst, Literatur und Komposition waren eingegangen, nach einer Vorauswahl noch 82 übrig geblieben. Am späten Nachmittag stand das Ergebnis schließlich fest. (...) PRESSEMITTEILUNG Für den Bereich Komponistin fiel die Wahl der Jury auf Areum Lee (*1989 in Seoul). Sie studierte in Seoul, Bremen und Düsseldorf, wo sie derzeit lebt und arbeitet. Ihre Musik beeindruckte die Jury durch ihr hohes Bewusstsein in der kompositorischen Arbeit und in der Erkundung des Verhältnisses von Interpreten und Kompositionen. Sie versucht jenseits eines intellektuellen kompositorischen Verständnisses das Ursprüngliche und Unberührte, aus dem Kunst in der Welt entstanden ist, mit der Musik zu erfassen und verständlich zu machen. So berührt das Thema Trost ein grundsätzlich menschliches und religiöses Bedürfnis. Areum Lee möchte während ihres Stipendiums diese Erfahrungen des Trostes in eine zeitgemäße Klangsprache übersetzen. In der Jury waren vertreten: Farzia Fallah (Stipendiatin 2019), Prof. Dr. Gordon Kampe (Hochschule für Musik und Theater, Hamburg), Noriko Kawakami (Komponistin, Köln/Lauenburg)

 

OPEN CALL ACS 2020 BEKANNTGABE DER TEILNEHMER

 

Der vom Goethe-Institut gemeinsam mit dem International Tongyeong Music Festival (TIMF) veranstaltete „Asian Composers Showcase“, ein Projekt zur Förderung neuer Komposition, findet bereits zum achten Mal statt. Komponisten und Komponistinnen aus der Region Nordostasien konnten sich über einen „Open Call for Scores“ bewerben. Eine fünfköpfige Kommission tagte am 10. Dezember 2019 in Kyoto, um aus den 68 Einreichungen fünf herausragende Stücke auszuwählen. Am Ende ihrer Sitzung entschieden sich Toshio Hosokawa, Lin Fang-yi, Hyo Jee Kang, William Lane sowie Florian Riem (Vorsitz des Auswahlkomitees) für die folgenden Teilnehmer und Teilnehmerinnen, deren Stücke am 4. April 2020 im Rahmen des „Asian Composers Showcase 2020“ in Tongyeong vom Ensemble TIMF aufgeführt werden: Le Carnaval des Animaux en Danger. I. Philippine Eagle (2018) von Oli Jan (Taiwan), I/You won't/haven't/hadn't know[n] Which Door[s] You/I will/do/did open (2019) von Hunjoo Jung (Südkorea), re (2018) von Eunsung Kim (Südkorea), Consolation (2017) von Jihyun Kim (Südkorea), leer (2018) von Areum Lee (Südkorea)

Aufmerksamkeit ins Offene Die koreanische Komponistin Areum Lee

Neue Zeitschrift für Musik 2018/02 , Seite 41

 

Areum Lee wuchs in Südkorea mit Popular- und Kirchenmusik auf. Schon als Kind suchte sie am Klavier lieber nach neuen Klängen als Stücke zu üben. Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Komposition an der Hanyang Universität in Seoul kam sie nach Dresden, lernte die deutsche Sprache, erhielt an der Musikhochschule entscheidende Impulse und schloss Mitte 2017 in Bremen bei Jörg Birkenkötter ihr Studium ab. Behutsam und unmittelbar wirken die konzentrierten Klänge ihrer Musik. Sie ziehen Hörer in ihren Bann das hat Gründe, macht Spaß und birgt Erkenntnis.

 © 2020 areumlee.de(at)gmail.com

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